Ein Wochenende in Prag: Sightseeing und vegan Essen

A weekend trip to Prague: Sightseeing and amazing vegan food!

Gemeinsam mit meiner Mutter war ich für 1 Wochenende in Prag, als Zwischenstopp auf der Heimreise von Österreich. Freitag sind wir abends angekommen und Montag morgens abgefahren.

Autofahren in Tschechien (Steiermark, A – Prag, Cz – Schleswig-Holstein, D)

Die Anfahrt war etwas abenteuerlich – in Tschechien gibt es noch nicht so viele Autobahnen wie bei uns, aber es werden momentan einige gebaut. Die Landstraßen sind unübersichtlich und es gibt ständig Warnungen und Überholverbote. Daran hat sich dort allerdings kaum jemand gehalten – dementsprechend haben wir auf einer Strecke von knapp 200 km 4 Unfälle gesehen und standen oft im Stau. Auch in Prag ist uns eine etwas forschere und unvorsichtigere Fahrweise aufgefallen, als man es von Deutschland oder Österreich kennt. Auf dem Rückweg von Prag nach Deutschland gab es dann eine Autobahn, die gut befahrbar war.

Wichtig zu wissen ist, dass man in Tschechien wie auch in Österreich eine Autobahnvignette braucht. Diese kostet für 10 Tage 310 CZK (≈ 12 €). Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Unterkunft

Im Hostel Czech Inn haben wir ein Doppelzimmer gebucht. Damit waren wir sehr zufrieden – sehr ruhig, groß und sauber; außerdem gab es einen Wasserkocher, Tee, Kaffee und einen kleinen Kühlschrank im Zimmer. Im Badezimmer gab es eine Regendusche und alles wirkte neu und ansprechend modern. Das Frühstück haben wir uns kurz angeschaut, dann aber beschlossen, dass es sich nicht für uns lohnt und wir lieber woanders frühstücken. Unten gibt es auch noch eine Küche, die alle benutzen können; ebenso eine Bar und ein kleines Café.

Fortbewegung

Am besten kommt man in Prag mit der Straßenbahn und zu Fuß voran. Ein 24h-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel kostet 110 CZK (≈ 4 €). Wir haben unser Ticket direkt im Hostel gekauft, dort wurden uns auch gleich weitere Tipps bzgl. den Haltestellen und Linien mitgeteilt. Meine Lieblingshaltestelle war die „Námestí Republiky“ (Platz der Republik). Diese ist zentral gelegen und man kann sich von dort gut orientieren.

Fahrradfahren würde ich auf keinen Fall empfehlen – es sind unglaublich viele Schlaglöcher, beim Kopfsteinpflaster fehlen einfach plötzliche Steine oder stehen senkrecht nach oben. Außerdem sind die Autofahrer nicht besonders rücksichtsvoll gewesen; auch als Fußgänger sollte man aufpassen, wenn man über die Straße geht (auch bei Zebrastreifen!). Man sieht fast keine Fahrradfahrer in Prag, außer ein paar wenigen Touristen.

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Essen

Vegan Essen war in Prag wirklich einfach – es gibt viele gute Cafés und Restaurants, die alle nicht besonders teuer sind und leckere Gerichte im Angebot haben. Direkt neben dem Czech Inn Hostel liegt das vegane Restaurant Plevel, wo wir abends gegessen haben. Besonders lecker: Goulasch, Tortilla mit Tempeh und Carbonara; außerdem kann ich die hausgemachte Limonade sehr empfehlen.

Mittags waren wir gerne im MyRawCafe, das in der Nähe des „Námestí Republiky“ liegt. Dort gibt es von Pancakes über rohvegane Torten, Milchshakes und warme Getränke alles, was man sich als Frühstück – Nachmittagsessen wünschen kann. Wir sind bei den köstlichen rohveganen Torten geblieben, der Kaffee ist auch gut dort, ebenso der Chai Latte, der wirklich mit Gewürzen gemacht ist. Mein Getränkefavorit war der Milchshake ‚Winter is coming‘ – einfach richtig gut.

Auch schön ist das Vegan’s Prague (in der Nähe der Burg), wenn man erstmal die Treppe nach oben erklommen hat, gibt es hier eine große Auswahl an veganen Speisen und Getränken. Auch hier gab es eine leckere hausgemachte Limonade und gutes Essen.

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Sightseeing

Wir haben uns gegen eine Stadtführung entschieden, da die Gruppen, die wir gesehen haben, riesig waren. Man konnte sich auch so gut zurechtfinden, orientieren und informieren (u.a. Dank Google und freiem Internet in der EU).

Wir waren Samstag den ganzen Tag unterwegs und sind über 15 km durch Prag gelaufen. Ich fand es schön, einfach zu gehen und die Stadt, die Häuser und die verschiedenen Bauweisen auf mich wirken zu lassen. Neben alten, schön verzierten Häusern stehen hochmoderne Häuser mit Glasfronten; dieser Kontrast zieht sich durch einen großen Teil der Stadt.

Wir sind über die Brücke ‚Mánesuv most‘ gegangen, von der aus man einen schönen Blick auf die Moldau und die anderen Brücken hatte, die aber recht leer war – so konnte man die Aussicht genießen. Von dort aus zu dem (größtenteils englischen) Buchladen ‚Shakespeare and Sons‚, besonders für Buchliebhaber ist dieser Mix aus Geschäft-Antiquariat-Wohnzimmer einen Besuch wert. Daneben liegt auch die schmalste Gasse. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Gassen ging es mit der Straßenbahn weiter zum Kloster Strahov, dort hat man eine wunderschöne Aussicht und die Klosterbibliothek fand ich besonders schön.

Dann ging es weiter zur Prager Burg, von wo aus man auch eine tolle Aussicht hat, allerdings ist es auch deutlich besuchter als das Kloster Strahov. Dort sind wir auch durch das bekannte Goldene Gässchen gegangen – leider waren dort so viele Touristen, das der Charme der kleinen Gasse etwas verloren ging. Zurück ging es dann über die Karlsbrücke – auch schön, allerdings war sie gegen 18 Uhr auch noch sehr voll. Mit der Straßenbahn ging es dann wieder zurück zum Hostel.

Sonntag war es etwas regnerisch. Wir sind an der Moldau entlangspaziert, am tanzenden Haus vorbeigangen und haben uns ein veganes Straßenfestival angeschaut. Am Nachmittag waren wir dann noch ein bisschen im Palladium, das große Einkaufszentrum in der Stadt, am „Námestí Republiky“. Dort haben wir uns etwas Fahrtproviant besorgt und sind dann schon wieder zurück zum Hostel.

A weekend trip to Prague: Sightseeing and amazing vegan food!

Veganes Essen in Prag und mehr auf www.melaniekristina.de

Fazit

Prag ist ein schönes Ziel als Städtetrip, allerdings ist das vielen anderen auch bekannt. Mit Taschendieben oder anderer Kriminalität sind wir nicht in Berührung gekommen, die Stadt wirkte sehr friedlich. Auch mit der Verständigung gab es keinerlei Probleme, da dort wirklich gutes Englisch gesprochen wird. Auch die Speisekarten waren neben Tschechisch auch immer auf Englisch.

Wir hatten eine schöne Zeit in Prag, ich würde es auch gerne nochmal besuchen und einen weiteren Einblick bekommen. Wart ihr schon mal dort und habt es ähnlich wahrgenommen?

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